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Zombieland

Thomas: Dass Zombiefilme nicht nur bissig satirisch sondern auch richtig witzig sein können, hat SHAUN OF THE DEAD bereits bewiesen. Angesichts dessen empfand ich dieses Werk hier leider als Mogelpackung. Ich vermute mal, die initiale Grundidee war: wärs nicht lustig einen Vergnügungspark mit Zombies zu haben? An der Aufgabe aber, das vorhandene Potential dieses Szenarios in einem abendfüllenden Film zu verpacken, sind die Autoren leider gescheitert. So wurde notdürftig die ganze Welt zum Zombieland aufgeblasen, eine 0815 Looser-trifft-Frau-fürs-Leben-mit-nervendem-Kind Liebesgeschichte reingeschmachtet und als Füllmaterial dienende Sketche unterschiedlicher Qualität (wobei mir nur der klasse Gastauftritt von Bill Murray in Errinnerung blieb) zu einem gequälten "Plot" aneinander gereiht, bei dem die Gruppe nach langem Roadtrip durchs Nichts irgendwann völlig unsinnigerweise in eben jenem Vergnügungspark ankommen darf. Erschreckend aber die Freigabe ab 16, welche angesichts detailliertester Gewaltexzesse und -verherrlichung die FSK mal wieder als völlig willkürlich entlarvt.

Günter: Bounty meets Dokumentarfilm meets Blockbuster meets Waterworld. Für gelegentliche Popkornkinogänger vielleicht ein wenig zu lang und ausufernd. Er reitet nach rechts, ist alles in Ordnung, reitet nach links, ist auch nicht schlimm, nur wenn er den Pfeil im Bogen wirft, dann ist der Wurm drin. Genau! Passiert mir auch immer! Nicht wirklich! Aber zumindest Unterhaltungswert! Manche gehen nicht in schlechte Filme, weil jene schlecht sein könnten. Manchmal haben sie recht. Fazit: Bedingungslos zu empfehlen.

(Hinweis: diese Bewertung wurde mittels eines Feature-Cutter-Bewertungs-Generators, dem Bewerte-Bot erstellt, freundlicherweise vom Eisman unter Berücksichtigung aller bisher herausstechenden Bewertungen des Feature-Cutters erstellt - diese Bewertung ging noch nicht in die Note ein und ist hoffentlich nur vorläufig - mehr zum und wohl auch vom Generator wird folgen)

Alex: Endlich mal wieder ein Zombiefilm, der Zombies so zeigt, wie sie auch sein können - lächerlich und komisch. Dabei ist die Hitliste der schönsten Zombiekills ebenso gut wie die wichtigsten Grundsätze zum Überleben in einem Zombieland. Auch Bill Murrays Auftritt ist zwar ziemlich vorhersehbar, aber dennoch mit das Beste aus diesem Film. Soviel zum Guten, leider gibt es noch viel mehr im Film zu sehen - eine nicht nachvollziehbare Reise ins Nirgendwo, dumme Menschen, die sich gegenseitig aus unerfindlichen Gründen behindern, ein bisschen Tiefgang bei einem oberflächlichen Charakter. Dem Film hätten ein paar Minuten weniger Spielzeit wirklich gut getan, denn Plot und Schauspieler kämpfen sich nur mühsam über die gesamte Dauer. Dennoch gibt es genug witziges zu sehen, kein Totalflop, wirklich nicht.


Punkte:


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