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Van Helsing

Thomas: Wie erwartet Comic-hafter Actionfilm ohne Anspruch auf Anspruch. Charismatischer Superheld (die andern Figuren bleiben leider etwas blass) tritt an gleich gegen eine Auswahlmannschaft der großen Bösewichte alter Horrorklassiger, und macht sie mit der Nailgun platt. Auf die Einbringung einer Mumie wurde gottseidank genauso verzichtet wie auf Tom Sawyer, und dabei gleich jede Form von Physik außer Kraft gesetzt. Kate Beckingsale gefiel als Vampir besser, und bei einem so opulent ausgestatteten Film ist erstaunlich, das die Qualität der unzähligen Trickeffekte manchmal an schlechte Buffyfolgen erinnert. Genug gemeckert: Die turbulente Monsterjagd ist alles andere als langweilig, die Story weit besser als befürchtet - Insgesamt sehenswertes Popcornkino.

Günter: Fulminanter Einstieg im klassischen monochrome lässt fürchterliches erahnen. Stilistisch bedient sich der Film die gesamt Laufzeit an alten Klassikern der 20er und 30er Jahren, die den Vampir und Monsterstoff bereits weit vor seiner Zeit ins Leben gerufen haben. Versetzt mit aufdringlichen CGI-Effekten weiß dieser Film trotz fehlender oder sagen wir spärlicher jedoch zumeist schwacher Dialoge dennoch zu unterhalten. Die deutschen Synchronstimmen wirken zwar zum Teil recht übertrieben oder einfach steril jedoch kommt auch der absolut künstlich wirkende Dracula nicht umhin einen gewissen, wenn auch oberflächlichen, Charme zu versprühen. Viele der Nebendarsteller wirken blass, konturlos geradewegs klischeehaft. Hier wurde gar nicht erst versucht Neuland zu betreten, hier wurde kopiert und modifiziert was ging. Trotz der Tatsache das es sich hier um belangloses Popkornkino handelt, welches durch bombastischen Surroundsound stimmungsvoll unterhält, kann ichs dennoch dem anspruchslosen Kinogänger empfehlen.

Alex: Dieser Film lebt von seinen Effekten, sowohl Sound- als auch Spezial-. Etwas blass bleiben jedoch die Charaktere in diesem dennoch wirklich unterhaltsamen Hollywoodstreifen. Dracula gibt nichts neues her, interessant fand ich jedoch die Auslegung des van Helsing als Erzengel Gabriel, der seit seinem Gedächtnisverlust auf der Suche nach sich selbst der Kirche dient. Kate Beckingsale sah in Underworld besser aus, überzeugt hier abe leider auch nicht wirklich durch schauspielerisches Talent. Im richtigen Kino (ich war im richtigen) ist dieser Film beeindruckend durch Bild- und Tongewalt, ausreichende und überzeugende Story und genügend Spannung, hat mir wirklich Spaß gemacht.


Punkte:


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