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Troja

Thomas: Wer den Fall Trojas bisher nur als eins von vielen Abenteuern des Odysseus kennt, erlebt ihn hier aus der Sicht des nicht ganz so listigen, aber umso brachialeren Archilles, der mit unglaublicher Kampfeskunst und toller Choreografie mit allem kurzen Prozess macht, was sich ihm in den Weg stellt. Um eine historisch genaue Umsetzung handelt es sich wohl nicht (Trojaeroberung in 14 Tagen?), aber wer weiß das schon - Homer war schließlich auch kein Zeitzeuge. Insgesamt ein beeindruckender Monumentalfilm nach alter Schule, leider mit mieser Synchronisation. Das unvermeidliche Ende tut dem Film keinen Abbruch, wobei in der Archilles-Version konsequenterweise auch dem berühmten Pferdetrick nicht mehr Spielzeit zugemessen wird, als unbedingt notwendig.

Günter: Vorweg sei angemerkt: Die Präsentation des Films war eine Zumutung. Das Bild wackelte, der Film ruckelte und die Synchronisation war zeitversetzt. Eine Pause im Film bei 150 Minuten Spielzeit ist ebenfalls ärgerlich, obgleich sie einem die Möglichkeit bot zur Halbzeit das Kino fluchtartig zu verlassen. Wer jedoch dieses Tat wurde um die zweite und zugleich bessere Hälfte des Filmes betrogen. Dümpelte er in den ersten 80 Minuten nur so vor sich hin und war er noch von Belanglosigkeiten und schlecht dargebotenen Kämpfen erfüllt so wurde dem Zuschauer nach der Pause zumindest zeitweise ein interessanter Film geboten. Alles in allem reicht es aber dennoch nicht zu einer Topnote, denn bei ca. 150 Mio Budget kann man wohl zu recht mehr erwarten. Fazit: Blockbuster Erwartung in Sommer Enttäuschung gewandelt.

Alex: Erwartet hatte ich viele Schlachten und eindrucksvolle Kampfszenen ala "Die zwei Türme", denn der Trailer versprach "die größte Armee, die die Welt bis dahin gesehen hatte"... ich bekam jedoch eher einen Liebesfilm serviert. Nicht, dass mir so einer nicht auch durchaus schmecken würde, jedoch waren der Featurecutter und Bonsai die falschen Sitznachbarn für eben diesen. Einzelduelle der Helden wurden durchaus gut dargestellt, Brad Pitt überzeugte mich auch als Achilles, ein Hektor war nicht so langweilig wie ein Hulk, jedoch ließen die "Massenschlachten" arg zu wünschen übrig - nervöse Schnitte und chaotische Nahaufnahmen vermiesten mir ziemlich schnell den Spaß am Geschehen. Dennoch muss ich sagen, dass der Film sehenswert ist, da die Geschichte als solches schön dargestellt wurde und die Charaktere glaubhaft vermittelt werden. Fazit: lieber gemütlich mit der Freundin gucken, dann macht er noch mehr Spaß.


Punkte:


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