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Star Wars: Rogue One

Thomas:

Nach dem inhaltlich leider völlig entäuschenden ERWACHEN DER MACHT wird nun endlich alles richtig gemacht. So geht STAR WARS! Dem Titel entsprechend bekommt man hier einen intergalaktischen Kriegsfilm geboten mit allem, was man sich als Fan nur wünschen kann: Neue und bekannte Schauplätze und Gesichter, wild um sich feuernde AT-ACT und AT-ST, chaotische Feuergefechte mit diversen Gattungen der Sturmtruppen, X-Wing und Y-Wing Action in Orbit und All, Kämpfe zwischen Großkampfschiffen und Sternenzerstörern, und einen lichtwertschwingenden BadAss-Vader als Sahnehäuptchen. Für Kinder ist diese düster-brutale STAR WARS Episode allerdings eher nicht geeignet. Der Anschluss an Episode 4 ist gut gelungen, da stört es auch nicht, dass in der ersten halben Stunde so schnell zwischen Personen und Schauplätzen gewechselt wird dass man leicht Gefahr läuft den Überblick zu verlieren. Kann aber auch an der fortgeschrittenen Stunde der Mitternachtspremiere gelegen haben, ich werde Rouge One nächste Woche auf jeden Fall noch einmal sichten dann ohne 3D und gerne auch nochmal in OT. Die zentralen neuen Figuren - insbesondere Felicity Jones als wortkarges Waisenkind und Ben Mendelsohn als ehrgeiziger vom Pech verfolgter imperialer Direktor haben mir gut gefallen, ebenfalls der gesamte used-Look mit echten Sets, die vielen offensichtlichen oder versteckten Verweise und das Finale auf Scarif.. das Ende musste so sein, alles andere wäre eine Enttäuschung gewesen.

Günter:

Endlich mal wieder eine echte Star Wars-Geschichte mit dem Mut eigene Wege zu gehen. Hier handelt es sich nun wirklich um einen Krieg der Sterne der noch nicht vollends durch Disney weichgespült wurde. Hier wurde bekanntes mit neuem wunderbar vermischt, so dass man sich daheim vorkommt ohne sich zu langweilen. Direkt mal meine Star Wars Buch-Bibliothek der Legenden durchforstet und noch viele solcher Geschichten gefunden die einen Weg auf die Leinwand verdient haben. Da kann mir die Pre- und Sequel-Trilogie gestohlen bleiben.

Alex:

Mit Rogue One gelang Disney etwas, was mit Episode VII und auch VIII leider nicht wirklich funktionierte, original Star Wars Feeling UND eine runde Geschichte. Das kann natürlich am Setting liegen, da wir hier noch von einem mehr als lebendigen Vader und allen bekannten Figuren der Original-Trilogie sprechen (die hier aber nicht vorkommen) und somit auch die Rebellen gegen das Imperium kämpfen und sich auch für die gute Sache opfern.

Manche Figuren wirken etwas überzeichnet (z. B. blinder Übermönch, der zwar keine Macht nutzen kann, aber an sie glaubt, was ihm „Macht“ verleiht) und natürlich muss auch der Merchandising-Roboter vorhanden sein, dessen Rolle ich hier jedoch hervorragend fand als „befreiten“ imperialen Diener. Dieser Film ist besser als Episode VII und VIII (diese Bewertung entstand Ende 2017), aber, und das mag aus der Story heraus verständlich sein, fehlen mir einfach die liebenswerten Charaktere, die man in einem weiteren Teil sehen möchte, bzw. man hätte diese hier gern weiter gesehen, da sympathischer als Rey und glaubwürdiger als böse-Buben-Keylo, aber (Spoiler), da alle sterben, ist das nicht drin.


Punkte:


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