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Star Wars: Episode VIII, Die letzten Jedi

Thomas:

Recht unterhaltsame Hochglanz-SciFi-Actionkost im Weltall? Ja! Begeisterndes STAR WARS? Nein. Im Vergleich zum Imperator Palpatine ist der Oberanführer Snoke leider nur ein laues Lüftchen im schön glänzenden goldenen Bademantel, und gleiches lässt sich über die neueste STAR WARS Trilogie im Vergleich zur alten sagen. So taugt die praktisch nicht vorhandene Story von LAST JEDI einfach nicht zu mehr als einer gefühlten Serienepisode ähnlich CLONE WARS, von der es genauso hundert weitere geben könnte ohne eine epische Rahmenhandlung irgendwie zu begründen oder voranzutreiben. Als hätten die Autoren das gesamte STAR WARS Universum zur Verfügung aber keine Ahnung, was sie damit machen sollen. Umso trauriger, dass Disney dafür die tollen bestehenden Geschichten als Legenden weggeworfen hat - jedes einzelne Kapitel der Thrawn-Trilogie atmet mehr Relevanz als hier der ganze Film. Dafür gibt es unzählige schwachsinnige Einfälle (Bomben im Weltall nach unten fallen lassen ala zweiter Weltkrieg, Schlachtschiff ohne Schilde, endlose Verfolgungsjagd aufgrund gleicher Geschwindigkeit wie bei Segelschiffen, Leias Allsparziergang, Yodas comicartiger Machtgeist mit realen Kräften, Hyperraumsprungattacke etc.). Vom geistig umnachteten Plan, sich mitten in einer Verfolgungsjagd mit zig Transportschiffen unbemerkt auf einen Planeten abzusetzen ganz zu schweigen - da müsste die erste Ordnung trotz mysteriöser Tarnvorrichtung doch wirklich blind sein um das auch ohne Verräter nicht mitzukriegen. Der komplette (auch noch fehlgeschlagene) Kasinoplanet-Plot könnte zur Straffung des Films geschnitten werden und es würde absolut nichts fehlen, die Admirälin hätte einfach nur sagen sollen was sie vorhat. Einzig Luke als großartiger gebrochener alter Jedi-Meister im Exil bleibt hier in Erinnerung. Im Ergebnis hatte Episode 7 das Problem, dass sie ohne etwas neues zu bieten unzählige Fragen aufwarf die aber immerhin noch Antworten im Nachfolger versprachen - und nach Episode 8 im Prinzip keine Frage offenbleibt außer welche bedeutende Geschichte hier eigentlich ihre Erzählung rechtfertigt. Vermutlich zerstört der mickrige nun auf ein Schiff reduzierte Widerstand im Trilogieabschluss im Vorbeiflug das Tausendeinste Megasupergigaraumschiff der offensichtlich bis dahin über unbegrenzte Ressourcen verfügenden ersten Ordnung und die Galaxis ist plötzlich gerettet, bis sich dann 15 Jahre später aus dem Nichts eine zweite Ordnung erhebt und eine kleine Gruppe von Freiheitskämpfern wieder die letzte Hoffnung darstellt.

Günter:

Der Film hat absolut keinen Wiedersehenswert … einmal gesehen und schon vergessen. Ähnlich wie EP7, den ich seither auch nicht mehr geguckt habe. Am Stück sind diese Filme absolute Schlaftabletten und Ärgernisse. Eine Schnittfassung ‚Nur Luke‘ würde die Stärken zusammenfassen. Die meisten Comedy-Elemente funkten nicht richtig und sollten den Film wohl mehr FSK12 machen. Der für mich einzige wirkliche Schmunzler war als Chewbacca sich sein Grillhähnchen reinziehen wollte. ;-) Den Rest könnte man auch weg lassen.

Alex:

Ein gealterter Luke, der das Scheitern der Jedi ihrer Existenz zuschreibt. Ein Jedi missbraucht die Macht nur, sie existiert auch ohne ihn und vor allem: ohne den Jedi ist die Macht im Gleichgewicht. So zumindest Lukes Theorie und auch hier fehlt mir, wie schon in vielen Star Wars Teilen ein bisschen mehr Einblick in die Themen, die die erste Ordnung / das Imperium wirklich schrecklich erscheinen lassen würden… Wir sehen ja immer nur 4-5 Charaktere vom Führungsstab, sicher, die sind rücksichtslos, zumindest gegenüber Rebellen und Jedis, aber bis auf Episode 7 gab es nix schlimmes zu sehen und eine zumindest stabile Regierung über eine ganze Galaxis klingt ja grds. nicht mal schlecht, wenn man bedenkt, dass die Chance auf einen der üblen 5 zu treffen recht gering sein sollte. Die Rebellen sind ein Haufen zusammengewürfelter Weltraumpendler und mit „Haufen“ – meine ich auch Haufen, denn mehr als eine Handvoll bleibt nach Episode 8 nicht übrig. „Wir haben alles, was eine Revolution braucht“ – als da wären ca. 50 Rebellen, kein Raumschiff, eine gesprengte / überrannte Basis, einen Admiral, der zumindest die Möglichkeiten der Macht kennt, aber nie unterwiesen worden ist und eine Anwärterin / ein Padavan, der keinen Lehrer hat, nicht mehr als ein paar Tage Unterweisung durch einen Jedi hatte und irgendwie sehr emotional ist, was ja nicht gerade zuträglich für die helle Seite sein sollte, glaubt man den toten Jedi… Nun ja, es war ein grds. unterhaltsamer Film, etwas zu viel Slapstick dank Disney, aber die Optik ist Star Wars und das ist positiv.

 

Gastbewertungen:

Holger:

Vorab:

Wer „Die letzten Jedi“ sieht, wird knapp 2,5 Stunden bestens unterhalten, ein kurzweiliger Film ohne Längen.
Die Geschichte aus Episode VII wird nahtlos weitergeführt, es gibt Raumschlachten, Konflikte und Laserschwertkämpfe.

Dazu eine Story, die auch die Jedi mal von einer anderen Seite beleuchtet. Fanatismus ist halt auch auf der „guten Seite“ nicht immer gut.

Leider wird die Handlung durch platten Slapstick und schlechte Witze an unnötigen Stellen auf das Niveau einer Star Wars Parodie runtergezogen.

Garniert mit unlogisch handelnden Hauptpersonen und für die Story überflüssigen Filmsequenzen wird das Ganze zu einem Paket, das als SciFi Film begeistern kann,

aber letztendlich auch ohne „Star Wars“ funktioniert hätte.

Weniger wäre da wohl mehr gewesen.

Ob der Film jetzt besser ist als Episode 7 kann ich nicht einschätzen, aufgrund des Gesamtkonzeptes würde ich beide Filme gleich mit 7 Punkten bewerten.

Offen bleibt, wie es in der abschließenden Episode VIIII J weitergeht, ohne einen großen Zeitsprung wird es schwierig, einen würdigen Abschluss zu finden.

Aufgrund der letzten Szene darf auch auf ein Harry Potter Crossover gehofft werden.

7/10

Martzel:

um mal meinen Senf abzugeben, direkt nach dem Film hat er mir soweit gut gefallen, vermutlich war ich durch Justice League konditioniert und einigermaßen müde.

 

Nachdem ich dann mal einige vernichtende Fan-Reviews gelesen habe, denen ich in vielen Punkten inhaltlich zustimmen musste, passt der Film einfach nicht ins Starwars Universum und zwar insbesondere vom Umgang mit der Technologie dort nicht.

Alleine die Verfolgungsjagd wäre in 2 Minuten vorbei gewesen, entweder weil die erste Ordnung nen Kurzsprung vor den Widerstand macht, oder weil die Verstärkung anfordern, ein paar Schiffe mehr sollten die ja haben.

Auch, dass die die Jäger zurückziehen, weil die kein Unterstützungsfeuer von den Kreuzern bekommen, war einfach lächerlich.

 

Dazu der völlig überflüssige Finn-Plot, der sowohl vermeidbar als auch vollkommen wirkungslos und ohne die geringste Relevanz für die restliche Handlung war...


Punkte:


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