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Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, Die

Thomas: Die ersten Minuten waren genial, doch dann war der Herr der Ringe Trailer vorbei und man wartete nur noch darauf, dass der Hauptfilm doch enden möge. Wobei nicht wirklich viel passiert in dieser ROCKY HORROR PICTURE SHOW Version der GLOREICHEN SIEBEN, in der eine Gruppe von mit sich selbst hardernden, abgehalfterten B-Movie (Anti-)Helden in London zusammengestellt, Venedig gesprengt und gleich weiter zur Endschlacht gefahren wird. Obwohl jeder seine Fähigkeiten vorstellen darf, bleibt die Liga so blass wie das Makeup des Unsichtbaren, und die Kulissen von London und Venedig sehen sich verdächtig ähnlich. Also ein völlig durchgeknalltes, kostümbuntes Actionfeuerwerk für jeden, dem es auf Logik, Physik und gröbste Anachronismen nicht ankommt - mit einem Ende so gaga wie der ganze Film, der sich wenigstens selbst niemals ernst nimmt.

Günter: Meine Erwartungen waren trotz aller Warnungen hoch, meine Schmerzgrenze leider recht schnell überschritten. Glaubwürdigkeit stand nicht in den Storyanforderungen, Einfallsreichtum existierte nur bei dem Versuch, verrückte Wendungen einzubauen. Die Spezialeffekte waren zahlreich, die Qualität dieser war zweifelhaft. Einen Pluspunkt jeweils für den Hauptdarsteller Connery und die Idee, die hinter diesem Werk stehen. Punktabzüge für den Rest. Trotz ärgerster Bedenken: nicht der schlechteste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe, aber nahe dran...

Alex: Die Idee unterschiedlichste Fabel- und Literaturgestalten unter einen Hut zu bekommen schien interessant, doch bald schon musste ich feststellen, dass es doch zuviel des Guten war. Das schwimmende Taj Mahal Nautilus mitten in Venedig, ein Vampir der bei Tag wandelt etc. und dazu noch peilsendergesteuerte taktische Marschflugkörper im Jahre 1899... dazu noch platte Witze, die nicht einmal ich nach einem durchzechten Abend bringen würde... ein Film wie Hollow Man - muss ich nie wieder sehen.


Punkte:


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