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King Kong

Thomas: Die Erwartungen waren niedrig, und es folgte eine freudige Überraschung: Die erste Hälfte war spannend und atmosphärisch dicht, hatte doch tatsächlich eine gute Story - das machte Lust auf mehr! Nach der Pause kam dann aber schnell die Ernüchterung: nun folgte dann doch die bloße Aneinanderreihung von ermüdenden Actionsequenzen: hier hätte man gut eine Stunde kürzen können. Denn die Schädelinsel ist monsterverseuchter als ein Bug-Planet und jeder kämpft hier immer gegen mindestens 3 Viecher gleichzeitig, und das ellenlang. Tricktechnisch toll, spannend - nein. Aber unter 3 Stunden macht es Jackson ja wohl nicht mehr. Mit Erscheinen des Affen kam wohl auch die Anweisung, alle schauspielerischen Leistungen über Bord zu werfen: selbst die so hoch gelobte Naomi Watts blieb buchtstäblich arg blass - was will die nur von dem Affen? Ach ja, die Moral der Geschichte: hübsche Frauen sind Gift, und das Stockholmsyndrom wirkt selbst bei blutrünstigen Monsteraffen..

Günter: Leider mußte Peter Jackson dir Schere anlegen und durfte sich hier nicht ganz so austoben wie er wollte. Auch beim Directors Cut wurde ihm anscheinend ein wenig Einhalt geboten. Dennoch beinhalten diese drei Stunden Popkornkino eine fast vollständige Episode Jurassic Park. Alleine dafür muß man dem Meister schon gratulieren. Auch kommt die Liebesgeschichte um den kleinen Affen und das süße Mädchen sicherlich nicht zu kurz. Dennoch, nach einer mehr als gelungenen und interessanten Einführung, welche mal eben eine Stunde ging, folgten weitere 90 Minuten effektvolle Action auf hohem CGI-Nivau. Der krönende Abschluß in großstädtischen zeitgenössichem Flair ließen einen dann allerdings fast einschlafen. Zum Glück blieb hierfür allerdings nicht mehr viel Zeit. Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Film, welche in der Schnitteinteilung mehr Wert auf Kinotauglichkeit und unterhaltsamer DVD-Ausstattung hätte legen sollen.

Alex: auch bis heute noch nicht gesehen


Punkte:


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