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King Arthur

Thomas: Hier kann man die Arthus Sage in ganz neuem Licht sehen, nämlich ohne jegliche Mystik, Romantik und Epik: König Arturius als schmächtiger Römer, der sein Schwert Excaliburius aus dem Erdhaufen gezogen hat, seine strahlenden Ritter der Tafelrunde als eine Handvoll Witze reißender Söldner, Guinevere als Kampf-Amazone und Merlin als grüner Wutzelzwerg - hätte eine gute Parodie werden können, ist aber leider toternst gemeint. Wichtige Elemente wie Avalon, Gralssuche oder Dreiecksliebe fehlen zugunsten simpelster Story. Zudem passen die vielen miesen und mit modernen Floskeln gespickten Dialoge kaum zu dem erhobenen Anspruch auf Realitätsnähe, umso mehr aber zur Fehlbesetzung der Rollen. Als antiker Actionstreifen ohne Bezug zur Sage ok, ansonsten besser nochmal EXCALIBUR gucken..

Günter: Wem die King-Arthur-Saga - oft verfilmt in opulent ausgestatteten Kostümfilmen der 50er und 60er Jahre - zusagt, der wird auch hier seine Freude haben, muß jedoch zumeist auf die klischeebehaftete altbackene Story seiner Vorgänger verzichten. Hier geht man an die Wurzeln und in eigens interpretierte Richtungen. Die Story bleibt hier zwar recht flach und hätte ein wenig mehr Tiefgang sicherlich vertragen können, nichtsdestotrotz vermag die gelungene technische bzw. authentische Umsetzung zumeist zu überzeugen. Nahezu zwei Stunden voller kurzweiliger Unterhaltung lassen die ein oder andere Dialogschwäche dennoch verzeihen. Fazit: Sicherlich kein Meilenstein, dennoch kurzweilig

Alex: Langeweile... an die erinnere ich mich noch ganz gut... so im Nachhinein. War sonst noch etwas? Nicht viel, denn ein römischer König Arthur, unfähige "Ritter" der Söldner-, Verzeihung, Tafelrunde und eine vollkommen unmotivierte Guinevere, die (ganz nebenbei) nach einem One-Night-Stand wohl geheiratet werden musste zur damaligen Zeit... ich verpasste hier wohl die "Liebesgeschichte". Was König Arthur sonst ausmachte fehlte hier leider vollends... denn alle Bestandteile der Sage wurden entweder verweltlicht oder weggelassen. Ein vollkommen überflüssiger Sachsensohn Schweiger hätte hier besser auch die Klappe gehalten... denn nicht nur seine Dialoge waren ebenfalls überflüssig. Zum Glück gab es noch den Bettelfürsten Merlin, der... hmmm, auch er trug nichts zur fehlenden Story bei. Was soll ich sagen außer: Geht nicht ins Kino, wartet lieber darauf, die bald erscheinende DVD nicht zu kaufen und vergesst, dass es diesen Film gegeben hat.


Punkte:


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