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Indiana Jones IV

Thomas: Er ist zurück. Der Urvater des Abenteuerhelden, der zeitlose König des Actionfilms. Hundertfach kopiert, niemals erreicht. Seit 1994 jedes einzelne Jahr auf eine Fortsetzung gehofft, nie den Glauben verloren. Jedes Info-Fitzelchen aufgesaugt, den ersten Teaser herbeigesehnt, dessen Veröffentlichung wie Weihnachten. Und nun saß ich also tatsächlich im Kino und freute mich wie ein kleines Kind. Und der Film macht richtig Spass - wurde aber im Vergleich zur Vorlage stark geschnitten auf ein kindgerechtes Mass. Dadurch wirkt die Story leider oft gehetzt und lässt den zahlreichen Akteuren nicht genug Raum, sich zu entfalten. Zudem aber auch wirklich alles enthalten ist, vor dem sich die Fans fürchteten: Mutt ist also wirklich Indys Sohn, es gibt lebende Aliens und sogar fliegende Untertassen. Dafür stimmt aber die Präsentation und Atmosphäre total: Harrison Ford ist Indiana Jones, und wenn auch mit ein wenig Mühe und grauem Haar, so ist die pure Faszination geblieben, und es ist absolut fantastisch den Abenteuer-Archäologen erneut in Aktion zu erleben. Auch locationmäßig gibt es reichlich von allem, was Fans sich nur wünschen konnten: Peru und Dschungel, Katakomben und versunkene Pyramiden - toll.

Schade bleibt, was alles rausgenommen wurde: Der gewohnt furiose Anfang als Ende eines anderen Abenteuers fehlt komplett, hier hätte der blasse Mac in Yucatan ein bisschen Tiefe gewinnen können. Und zwischendurch hätten ein paar wirklich ausweglose Situationen und spannende Fallen tödlicher Art dem überraschend harmlosen Familienspass nicht geschadet: Szenen wie etwa der Nasca-Friedhof, die Auswirkungen des Schädels und gerade im Tal der Träume wurden für die Kinofassung doch sehr stark gekürzt. Auch sind nicht nur die meisten Gruselszenen, sondern sogar das grandiose Miles&Years Zitat der Schere zum Opfer gefallen. Am gewöhnungsbedürftigsten ist aber sicherlich das aprupte Ende, welches einen Subtilitätsgrad besitzt, als hätte in Raiders am Ende Gott als kleiner Mann mit Rauschebart in der Lade gesessen! Ich hoffe jedenfalls noch auf einen FSK16 Directors Cut, der könnte alles abrunden. Aber selbst in gekürzter Fassung ist das finale Skript aber auf jeden Fall besser als die Darabont-Version, werde Indy 4 gleich nochmal in OV ansehen, und danach sicherlich auch nochmal auf Deutsch. Denn an Deinen Abenteuern teilzuhaben, ist immer noch eine ganz besondere Erfahrung, Junior.

Günter: Scream meets BlairWitch meets Splatter. Eine Story welche gar nicht weniger gradlinig, gar total verworren und unlogisch erscheint. Genau! Passiert mir auch immer! Nicht wirklich! Aber zumindest Unterhaltungswert! Keine Meisterleistung der Filmkunst doch in gewisser Weise ein guter Versuch.. Nicht wirklich! Fazit: Sehenswert.

(Hinweis: diese Bewertung wurde mittels eines Feature-Cutter-Bewertungs-Generators, dem Bewerte-Bot erstellt, freundlicherweise vom Eisman unter Berücksichtigung aller bisher herausstechenden Bewertungen des Feature-Cutters erstellt - diese Bewertung ging noch nicht in die Note ein und ist hoffentlich nur vorläufig - mehr zum und wohl auch vom Generator wird folgen)

Alex: Solide Action und für Indy-Fans ja sowieso ein Muss! Soviel kann man direkt sagen. Leider kommt einem der Film etwas geschnitten vor, der Indy-Experte Eisman geht da näher drauf ein. Ich bin froh, dass hier Indys Sohn nur Nebendarsteller und wirklich nicht der Held der Geschichte war. Leider hat mir das Ende nicht wirklich gefallen, während in allen übrigen Teilen da etwas dezenter vorgegangen wurde, hat man hier mit der Keule drauf gehauen. Warum die Außerirdischen jedoch erst ihren Kopf stehlen lassen und nach Rückkehr dann abhauen, kann jedoch keiner nachvollziehen. Interessant wäre auch zu wissen, was so alles mit dem Kristallschädel möglich ist... irgendwie war für die Antagonistin nur der Tod drin... nicht gerade erstrebenswert.


Punkte:


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