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Hellboy

Thomas: Die Bezeichnung "Comic-Verfilmung" ist heutzutage nach unzähligen immer gleichen Monsterkloppereien eher Abschreckung denn Verheissung, HELLBOY macht da keine Ausnahme. Auch hier geht’s nach dem üblichen Schema, es wird zwar eine recht abgedrehte Superheldenstory geboten, verpackt in äußerst bunte Bilder - jedoch ohne irgendwo überzeugen zu können. Dazu hätte man sich das armselige Finale schenken können, der gefürchtete neu entstandene "Gott" hatte ja geringere Halbwertszeit als seine nicht feuerfesten Höllenhunde - wäre er mal lieber Mensch geblieben. Insgesamt für einen unterhaltsamen Popcorn-Kinoabend ok - aber wer es nicht gesehen hat, hat auch nix verpasst.

Günter: Vorsicht, da ist was aus der Hölle gekommen!' - 'Booh, ist der Süß.' - Bis dahin war alles OK! Danach ging es nur noch abwärts, Dauer der Pluspunkte: 3 Minuten Dauer des Abstiegs, man glaubt es kaum, der Rest des filmischen Mißgriffs. Geklaut, gestohlen, geraubt wo es nur ging, Effekte OK, das wars aber schon, weder gradlinig noch mit geschichtlichem Schwerpunkt. Nur für Hardcore-Fans empfehlenswert. Ansonsten Obercool, Obercomic und Oberbösewicht der Goodlike von einer einzelnen Granate in Fetzen zerrissen wird. Nur gut das Hellboy sein Frühstück artig verputzt hatte, nur sein Wasser und Bombensicheres Outfit war ein klein wenig verdreckt.

Alex: Größtenteils vorhersehbar und über das normale Maß einer Comicverfilmung langweilig, das trifft es eigentlich ganz gut. Wenn ich noch mehr sagen soll, dann, dass wenigstens nicht ganz so lächerliche Aktionen wie in Daredevil vorkamen. Das Budget reichte scheinbar nur für eine Art Monster und für 3 Agenten der Anti-Monster-Spezialeinheit. Hellboy kam aus dem Dimensionstor, woher aber kommen die angeblich anderen vorhandenen Monster? Warum kann der böse Obermotz anderen die Fähigkeit der Wiederauferstehung verleihen, nur sich selbst nicht. Dann verwandelt er sich in (Zitat) einen (bösen) Gott und stirbt schneller als eine Schneeflocke im Hochofen. Schlecht.

Holger: Hellboy ist in meinen Augen eine der besseren Comic-Adaptionen. Der Regisseur schafft es, in den ca. 2 Stunden den Character "Hellboy" glaubhaft darzustellen. Der Film zeigt sowohl die "Superkräfte" des Hauptcharacters wie auch seine meist sehr menschlichen Schwächen auf. Am Ende des Film weiss man, dass Hellboy einer von uns ist, ein Freak halt ;-).

Schwach fand ich persönlich die Darstellung der Monstergegner, die doch irgenwie alle gleich aussahen, gut gespielt dagegen wurde der Antagonist Putin, äh, Rasputin, der das Böse dann doch recht gut verkörpert (und nebenbei eine echt coole Sonnenbrille trägt...). Im großen und ganzen ist der Film es auf jeden Fall wert, ihn sich anzuschauen, aber ein Fall für meine DVD-Sammlung ist er definitiv nicht (5)


Punkte:


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