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Goldene Kompass, Der

Thomas: Ich schätze die zugrundeliegende Buchvorlage könnte durchaus gut sein, die Verfilmung ist jedoch leider misslungen. Das liegt vorallem daran, dass die Handlung dermaßen durch den Film hetzt, dass man glaubt, pro Szene waren nur 60 Sekunden erlaubt. So wird alles irgendwie mal angesprochen, ohne dass man wirklich in die Geschichte eintauchen könnte - gibts nen 4h Directors Cut? Dabei ist die Idee mit den Dämonen echt gut (wenn auch kaum näher erläutert), und die Tierchen ganz putzig. Aber der Regisseur mochte das Buch wohl einfach zu sehr, um eine notwendige Handlungsstraffung und -gewichtung durchzuführen. Der Romanunkundige wird einfach bombadiert mit ständig neuen Informationen, Personen, Parteien, Schauplätzen, bis er schließlich entnervt sowohl den Faden, als auch die Lust verliert. Besonders zum Ende hin passt kaum noch was zusammen, Atmosphäre bleibt trotz immensem visuellen Aufwand auf der Strecke. Der fantastische STERNWANDERER hat gezeigt, wie es viel besser geht. Schade eigentlich.

Günter: Matrix meets Devil's Advocate. Alles in allem überzeugendes Popkornkino und ein weiterer Effektfilm mit Blockbustergarantie. Es heißt: Gut geklaut ist besser als schlecht selber gemacht. Hier war es aber eher der Fall das schlecht geklaut und noch schlechter gemacht wurde. Rundum kurzweilige Unterhaltung über die man nicht nachzudenken braucht und auch nicht sollte. Fazit: Sicherlich kein Meilenstein, dennoch kurzweilig.

(Hinweis: diese Bewertung wurde mittels eines Feature-Cutter-Bewertungs-Generators, dem Bewerte-Bot erstellt, freundlicherweise vom Eisman unter Berücksichtigung aller bisher herausstechenden Bewertungen des Feature-Cutters erstellt - diese Bewertung ging noch nicht in die Note ein und ist hoffentlich nur vorläufig - mehr zum und wohl auch vom Generator wird folgen)

Alex: Auf der Welle der Magie kam ein neues Unwerk ins Kino - der goldene Kompass. Unglücklicherweise direkt als Mehrteiler geplant besticht schon der erste Teil durch fehlende Story, Handlung, Sinn und Verstand oder gar Glaubwürdigkeit der Personen. Auch hier weiß ich wie bei so vielen Kinderbüchern nicht, ob schon die Buchvorlage dermaßen schlecht war, oder einfach nur ein unfähiger Regisseur mit mangelndem Budget zur Filmumsetzung herangezogen worden sind. Der ganze Film besticht durch zusammenhanglose Szenen, wobei man schon nach einer halben Stunde kaum noch weiß, worum es eigentlich geht. Für mich einer der schlechtesten Fantasyfilme, die ich je gesehen habe, insbesondere WEIL er mit Hollywood-Finanzen dermaßen unfähig produziert worden ist.


Punkte:


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