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Free Rainer - Der Fernseher lügt

Thomas: Die Grundidee der Medienkritik ist ja positiv - die Umsetzung dagegen so plump und eindimensional, dass es schon wehtut. Letztlich handelt es sich hier nur um eine schwache überlange Komödie, die sich mangels Qualität als Satire tarnt. Wer tatsächlich an Wahrheit im Fernsehen glaubt und bis jetzt noch nicht gemerkt hat, dass wir mit endlosen Wiederholungen beruhigender Billig-Grütze und zyklischer Panikmache abwechselnd ruhiggestellt und aufgeschreckt werden, hat hier vielleicht ein Aha-Erlebnis - für alle anderen werden nur längst bekannte Wahrheiten intoniert, verpackt in eine Märchenwelt. Schön ist auch, dass gerade durch die "befreiten" Haushalte fortan eine noch viel kleinere Gruppe willkürlich entscheidet, was sehenswert ist (das ist wohl gelenkte Demokratie). Am traurigsten ist aber, dass FREE RAINER die Dummheit des Fernsehens anprangern will und dann selbst den Zuschauer für dumm verkauft. Jeder schaut das Programm was er verdient: Abschalten!

Günter: Dieser deutsche Anspruchsfilm der in etwa ein ähnliche Genre wie Idicraty auf die Schüppe zu nehmen versucht überzeugt durch zwei durchweg konstante Leistungen. Die erste ist eine Länge folgend einer recht interessanten wenn auch völlig übertriebenen Raserei durch Berlins Innenstadt. Die Zweite Leistung / Länge folgt direkt nach den Bewerbungsgesprächen mit unseren typisch deutschen Arbeitssuchenden. Alles in allem hatte dieser Kinoabend 5 amüsante Minuten umgeben von 133 zähen (gefühlten) Stunden voller Schlafmitteln. Zwar ist die Story im Ansatz recht interessant aber eher für ein Publikum verständlich bereits, welches diesen Film eh nicht gucken würde. Ergo: Total konstruiert und eher Zeitverschwendung.

Alex: nicht gesehen


Punkte:


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