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Ermordung des Jesse James...

Thomas: Es hätte uns eine Warnung sein müssen, dass die Kassiererin uns zunächst gar nicht glaubte, das der Film überhaupt lief. Auch, das etwa 10 der insgesamt vielleicht 20 Zuschauer während des Films fluchtartig den Saal verließen, spricht nicht gerade für das Werk. Statt Geschichtenerzählung gibt es hier nur quasi-dokumentarisches Abspulen von Fakten, der nüchterne überlange Titel passt exakt zum Gezeigten und sorgt nicht zuletzt dank Vorwegnahme des Endes dafür, dass auch wirklich niemals Spannung aufkommen kann. Lahme Klimpermusik und die völlig emotionslose Erzählstimme aus dem Off tun ihr übriges. Erhofft hatte ich mir eine Perle wie OPEN RANGE, bekommen habe ich eine Schlaftablette á la ALEXANDER. Sie mag historisch akurat sein, ihr Unterhaltungswert ist aber sehr gering. Da half auch kein Gruselbier, dass hinterher kostenlos ausgeschenkt wurde..

Günter: Nicht nur der Titel dieses epochalem Stundenwerks ist exorbitant lang. Gefühlte Tage habe ich hier im Kino verbracht um ein Ende zu erleben, welches ja eigentlich nicht wirklich unerwartet kam. Kaum mal hat ein Titel dem Kinovergnügen weniger des Spaß verdorben, als es hier der Fall war. Als Motivationsbremse reichte hier dann auch das gesehen alleine aus. Es passierte hier einfach gar nichts, verkündet es. Dem Erzähler - Alexander läßt Grüßen - obligt die Aufgabe die Geschichte voranzubringen, während in endlosen Szenen die Bösen Buben miteinander reden oder abhängen. Nicht unerwartet verließ auch die Hälfte (10) des sporadisch gefüllten (20) Saals die Saloon weit vor dem Showdown. Nur für schlaflose Nächte geeignet.

Alex: nicht gesehen


Punkte:


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