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Django Unchained

Thomas:

Ich könnte sagen, dies war der beste Tarantinofilm seit KILL BILL 1 - aber das hieße nicht viel, weil ich leider mit seinen letzten Werken nichts anfangen konnte. Deshalb lieber anders: Tarantinos Django ist ein äußerst unterhaltsamer Western mit vermeidbaren Schwächen. Waltz ist wieder Spitze und neben dem eindimensionalen Django die mehr als heimliche Hauptrolle des Films, nett auch seine im Film mehrfach erwähnte Verankerung in Düsseldorf, die zu Erheiterungsstürmen im Kino führte. Allerdings wirkt der für den Regisseur typische Stil der Unterteilung in Akte diesmal unrund. So erweist sich der erste Akt als schauspielerisch, künstlerisch und dramatugisch perfekt inszeniert und kann wirklich begeistern. Im etwas schwächeren zweiten Akt um Candieland zeigen sich ein paar Längen, die aber angesichts der Performance von DiCaprio und dem furiosen Finale locker verziehen werden können. Der dritte Akt jedoch ist nach dem langen Mittelteil äußerst kurz - und äußerst überflüssig. Hier wird der furiose Showdown von Akt 2 einfach in der Mitte abgebrochen, um noch eine inhaltlich schwache Kurzsequenz als Hommage an alte Westernlegenden (in der auch Quentin selbst einen mäßigen Cameo-Auftritt hinlegen darf) einzuschieben. Die Anknüpfung der zweiten Finalhälfte gelingt dann aber nicht mehr, was auch einfach daran liegt, dass (SPOILER ! ! ! ) die zwei treibenden Figuren des Films nicht mehr dabei sind. Schade. Aber so bleiben moderne Westernperlen wie OPEN RANGE oder TRUE GRIT hinsichtlich Tempo und Spannungskurve einfach stimmiger.

Günter: fehlt

Alex: nicht gesehen


Punkte:


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