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District 9

Thomas: Warum fürchten eigentlich alle, dass, sollten wirklich einmal außerirdische Wesen die Erde besuchen, uns medizinische Experimente, Versklavung, Krieg und Genozid drohen? Nun ich schätze das liegt daran, dass es genau dem entspricht, was Menschen tun würden. Der Beginn von DISTRICT 9 ist in seinem Dokumentarstil spannend und interessant, verliert aber ab der Infektion deutlich an Fahrt, da einfach sofort klar ist, was dem armen Kerl widerfahren wird. Da hätte etwas gekürzt werden können, oder man nimmt es halt als Hommage an DIE FLIEGE. Ab der Teambildung jedoch wirds wieder rasant und klasse, der Splatterfaktor erreicht ja fast STARSHIP TROOPERS mäßige Züge. Insgesamt ein guter B-Movie mit Spezialeffekten der A-Klasse.

Günter: Ein gutgemachtes Stück Popkornkino. Hier hätten ein paar Korrekturen am Drehbuch diesem Film sicherlich zu besseren Ergebnissen verhelfen können. Bösewichter, noch oberflächlicher als Hulk. Dialoge, noch schlechter als bei Seifenopern. Eine Story, noch beknackter als in The Core. Die Schauspieler noch langweiliger als Schachspieler. Nette Action, leider aber nur der Action wegen. Logikbrüche, größer als der Grand Canyon. Hier fehlte es an einfach allem. Prädikat: Geschmackssache.

(Hinweis: diese Bewertung wurde mittels eines Feature-Cutter-Bewertungs-Generators, dem Bewerte-Bot erstellt, freundlicherweise vom Eisman unter Berücksichtigung aller bisher herausstechenden Bewertungen des Feature-Cutters erstellt - diese Bewertung ging noch nicht in die Note ein und ist hoffentlich nur vorläufig - mehr zum und wohl auch vom Generator wird folgen)

Alex: Endlich mal eine vollkommen andere Herangehensweise an das Thema First Contact. Hier werden wir Menschen als das dargstellt, was wir sind - ignorante Idioten, die jede Gelegenheit nutzen, um Geld und Macht anzuhäufen. Weiterentwicklung beschränkt sich vollends auf das Kapital, andere Möglichkeiten werden nicht genutzt bzw. vollkommen ignoriert. Ein eher unscheinbarer Angestellter wird durch Intrigenspiel Mittelpunkt eines Versuches, bei dem er sich in weit mehr als einer Weise weiterentwickelt, hin zu einem anderen Wesen. Außerirdische waren hier in ihrer Gestalt unmenschlich, aber die Menschen wurden hier endlich mal unverklärt und realistisch als das dargestellt, was sie als Masse ausmacht: gieriger Abschaum. Absolut sehenswerter Film, auch wenn die FSK ab 16 etwas verwundert angesichts der dargestellten Gewalt gegen Menschen.


Punkte:


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