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Desperado II - Irgendwann in Mexiko

Thomas: Zu einem erfolgreichen & beliebten Film soll eine Fortsetzung gedreht werden. Leider fehlt noch eine passende Story, also stricken wir statt den Vorgänger anzusehen eine klischeetypische Geschichte aus Drogenkartell und Militärputsch, und vermengen das ganze mit einem komplizierten Intrigenspiel von CIA, FBI und Geheimpolizei zu einem höchst komplexen Polit-thriller mit einer Laufzeit von 4 Stunden. Blöderweise soll dieser El Mariachi auch im Film auftauchen, also wird er noch irgendwie untergebracht, und dann alles an Story rausgeschnitten, was keine Brutalo-Action enthält. Übrig bleibt ein konfuses Machwerk, das man wahrlich nicht gesehen haben muß, und das sich vorallem Fans des Vorgängers nicht antun sollten. El Mariachi verkommt zum Nebendarsteller hinter Jonny Depp, dessen T-Shirts das Highlight des Films darstellen, und im Vorgänger gefallene Figuren erleben reihenweise ihre (kurzzeitige) Auferstehung. Der Film ist so langweilig wie die Feststellung des Ex-FBI Beamten: "Jetzt geht er Tacos kaufen".

Günter: Ein Film wie ein Auto. (F)ehler (i)n (a)llen (T)eilen könnte es nicht besser beschreiben. Wenn man von den bewußt in kauf genommenen Kontinuitätsfehlern mal absieht, dann bleibt ein Film, der mit den Vorgängern nichts mehr gemein hat. Es wurden zwar hier und da Elemente des Vorgängers kopiert, jedoch bietet dieser Film nichts neues. Nicht mal im Bereich bester Schwachsinn des Jahres kann dieser Film punkten, da alles schon mal da gewesen ist. Einzig und allein für die beiden weiblichen Nebendarsteller, welche das Ende des Filmes nicht überlebt haben, gibt es einen Punkt. Diesen auf den sowieso obligatorischen Fairnesspunkt aufgerechnet ergibt ein echt mieses Ergebnis.

Alex: Wer den Vorgänger mochte wird sich fragen, warum dieser Film als Fortsetzung gilt. Hier wird der Mariachi, oder einfach "Al" einfach in eine konfuse Geschichte eingebettet, dabei werden ärgste Kontinuitätsbrüche in Kauf genommen, unwichtige Nebendarsteller zu Hauf weggepustet (nicht schlimm, die sind ja in "Desperado" bereits gestorben), die ebenso wenig zum Plot beitragen wie der scheinbare Hauptdarsteller. Vieles hätte man weglassen können, sogar den Film ansich. Lediglich ein CIA Agent im CIA T-Shirt holt noch einen zweiten Gnadenpunkt heraus.


Punkte:


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