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Day after Tomorrow, The

Thomas: Kaum einer vermag es in seinen Filmen die Erde so schön zu zerlegen, wie Roland Emmerich (bis auf den traurigen Godzwiebla), das gilt auch für sein neustes Werk. Das gar nicht mal so fantastische Klima-Weltuntergangsszenario enthält natürlich sämtliche Muster und Klischees des typischen Katastrophenfilms, Überraschungen ausgeschlossen. Obwohl versucht wird, Globalität vorzutäuschen, beschränkt sich die Erzählung leider nur auf die US-Version der neuen Eiszeit. Dazu flacht die mitreißende Dramatik des Wetterchaos mit ihrem absolutem Höhepunkt in der genial dargestellten Vernichtung von Los Angeles dann auch ab der Mitte stark ab, wo das Geschehen nur noch in N.Y. spielt und sich um das Duell: stereotype Überlebendengruppe VS Supersturm-Kältesturz dreht - mit schwachem aber Hollywood-typischem Happy End. Trotzdem: Apokalypse at it´s Best!

Günter: Opulentes Endzeitfilmchen mit überragenden Effekten und unauffälligen, dennoch aber überzeugenden Darstellern. Im 'Independence Day'-Stil zaubert Roland Emmerich wieder viele Katastrophen herbei die die Menscheit ein weiteres mal nahe an seine Vernichtung führt, doch den Ami´s sei Dank, zumindest diese erfreuen sich das von den 12 Mio New Yorkern eine Handvoll überlebt haben. Der Plot des Filmes ist zwar bedrückend und doch näher an der Realität als so manchem lieb ist, wird hier aber in einer doch recht oberflächlichen weise dermaßen kinodramaturgisch Art aufbereitet das am Ende ein sehr unterhaltsamer aber wenig tiefgründiger Film herauskommt. Alles in allem überzeugendes Popkornkino und ein weiterer Effektfilm mit Blockbustergarantie.

Alex: Hmmm, schwierig ist es wirklich nicht, diesen Film zu bewerten und zu beurteilen... Roland Emmerich halt. Ersetze Außerirdische oder Godzilla durch Unwetter und Du hast... taddaaaa, diesen Film. Eine wirklich gut gemachte Zerstörung L.A.'s ist eins der wenigen Highlights dieses Filmchens... aber wir haben zumindest gelernt:
1. Amis verbrennen lieber Bücher, als Holz, um sich zu wärmen
2. ca. 10.000 Leute einer Millionenstadt zu retten ist dennoch ein Happy End
3. es ist nicht wichtig, was auf der restlichen Welt passiert, nur Amerika geht unter
4. der Film war nicht besonders gut, aber ganz unterhaltsam...

Holger: Den Amerikaners steht das Wasser bis zum Hals...und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Film zeigt das Bild einer erschreckenden Klimakatastrophe, die wohl (hoffentlich) nie so auf uns zukommen wird. Emmerich versteht es, den Zuschauer von der ersten bis zur letzen Minute zu fesseln, sei es durch grandiose Bilder von Tornados, die Los Angeles buchstäblich zerfetzen oder die menschlichen Tragödien, die im Angesicht der Ohnmacht gegenüber den Naturgewalten zu Tage treten. Der Film ist eine gute Mischung aus Action und Zwischenmenschlichkeit, wobei letzteres Gott sei Dank nicht allzu sehr ausgewälzt wird. Auch die Seitenhiebe auf die amerikanische "Kultur" sind sehr gut. Leider wird immer nur die Situation in den vereinigten Staaten dargestellt...von einem eingeschneiten Italien von oben (= Schneestiefel) mal abgesehen. TDAT wirkt in keinem Moment übertrieben ohne auffällige Längen. Fazit: 1A Popcorn-Kino-Film. Nur eins....eine ganze Bücherei voller Holzstühle, Holzwände etc...aber zum heizen nimmt man Bücher? (8)


Punkte:


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