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Blade III - Trinity

Thomas: BLADE (I) war einfach cool - eine geniale Komposition aus Musik und Bildern, die wie ein Disko-Horrorrausch den Zuschauer mitriss. Stephen Dorff als charismatischer Bösewicht total überzeugend und die Effekte revolutionär. War Teil 2 dann so mies, dass man es nicht mal merkte, wenn zwischendurch die DVD sprang, hat auch der hoffentlich finale dritte Teil höchstens den Charme einer durchschnittlichen Buffy Monster-Of-Today Folge. Auf Dialoge wird weitestgehend verzichtet, aber dennoch wünschten wir uns angesichts ihrer Brillianz sehr bald, es wären noch weniger. Die Effekte sind gut aber altbekannt, und die Story - na ja, sprunghaft. Alle Darsteller versuchen dabei obermegahyper-cool zu sein, was voll in die Hose geht. Wie lautete noch die Werbung für Teil 3: "In Teil 1 tötete er Ihren Gott, in Teil 2 stellte er sich ihren Dämonen - aber in Teil 3 kämpft er gegen DRAKULA!! Muahhaha!!" Ob den Filmmachern diese "Steigerung" nicht selbst irgendwie lächerlich vorkam?

Günter: 1, 2, 3, keine Hexerei. So wie die Zahlen anstiegen so ließ die Qualität nach. Fing das Intro noch vielversprechend an so lies der Film bereits nach wenigen Sekunden nach. Viel versucht, wenig gegeben. Es heißt: Gut geklaut ist besser als schlecht selber gemacht. Hier war es aber eher der Fall das schlecht geklaut und noch schlechter gemacht wurde. Der Obercoole Blade wird nur noch überflügelt durch zwei erkaltete Jünglinge an seiner Seite, welche das auch immer ist. 2 Stunden lang hatte man hier den Eindrück das mit dem Ende von Teil eins auch Blade hätte in Rente gehen sollen. Fazit: Der Highlander-Effekt. Eine weitere Fortsetzung die die Welt nicht nur nicht braucht sondern lieber ganz schnell vergessen sollte. Hätte Blade I noch 8 Punkte erhalten blieben für Teil II noch 4 übrig, aber das hier ...

Alex: Ein bisschen mehr Besinnung auf die Stärken von Blade (1, also einfach nur Blade), nämlich Martial Arts mit guter Musik unterlegt. Das alles im Kampf gegen... wen? Ach ja, den Obervampir, den es in jedem Teil gab und der mit jedem Teil schlechter wurde. Der einzige Böse mit Profil war Deacon Frost, denn dieser profillose Makellosvampir Drakula in Trinity überzeugte nicht wirklich. Dazu waren fast alle Nebendarsteller absolut überflüssig und nervig. Und hier sind nicht nur die "guten" Nightwalker oder -stalker (unwichtig), sondern auch die Wrestling-Bösewichte, angeführt von einer abgedrehten, einfach hässlichen Handy-Jamba-Girli-Tussi (so sieht sie zumindest aus) zu erwähnen. Aber der Film ging schnell um und hat unterhalten.


Punkte:


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