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Akte X - Jenseits der Wahrheit

Thomas: Wurde die große Vorfreude zunächst nur durch den Frevel in Form des Austauschs der prägnantesten Synchronstimme des ganzen Franchises getrübt, relativierte sich dies bald aufgrund einer Hauptstory, die eher an Dr. Quincy als an Akte X erinnert. Die einzigen unerklährlichen Phänomene blieben die unzähligen bescheuerten Zufälle, mit denen Anschlussfehler überdeckt werden sollten und welche die blutige Organhandelstory vorantreiben mussten. Der Versuch, alles anders zu machen und ohne die bewährten Zutaten komplett neu anzusetzen führte damit leider wie schon bei BOND schnurstraks in die Beliebigkeit. Zudem wurde der Film offenbar komplett in einem kleinen verschneiten Dorf gedreht, und wirkt damit eher wie ein billiger B-Movie. Am mysteriösesten ist hier noch der Abspann, der zu den denkwürdigsten der Filmgeschichte zählen dürfte. War da nicht noch was mit einer kleinen Invasion 2012?? Als etwas schwächere Durchschnittsfolge ok, als Kinofilm nur enttäuschend.

Günter: Dieser Film hatte, mal abgesehen von den beiden Hauptdarstellern, nun wirklich nichts mehr mit den X-Akten zu tun. Belanglose Schlächter- und Horrorfilme von der Stange können mehr Schocken. Eine Handvoll übersinnliche Erscheinungen machen noch keinen guten Film aus, von der fehlenden Mythologie mal ganz abgesehen. Im Prinzip völlig überflüssig und langweilig, einzig für Hardcore-Fans noch geeignet, aber nur für solche mit gutem Sitzfleisch.

Alex: Als Fan war ich enttäuscht. Nicht nur, dass man die Synchronstimme von Mulder wechseln musste, nein auch die Story wirkte zu schwach, um 90 Minuten zu tragen. Schön allerdings fand ich das Puzzle mit kleinen Hinweisen auf die gemeinsame Vergangenheit von Mulder und Scully. Hoffte man noch am Anfang auf den ersten echten Kuss ohne Bienenstich, erfuhr man plötzlich, dass die beiden einen gemeinsamen Sohn hatten, zusammen leben und ja ein richtiges Paar sind. Nicht so seltsam, dass Fox immernoch Mulder genannt wird, seltsam hingegen, dass er Dana mit Scully anspricht - vielleicht peppt es die Beziehung auf. Wenigstens haben sie sich in diesem Teil gedutzt - ist doch schon mal was. Man erkannte das "back to the roots" in Vancouver recht deutlich, wenig Effekte, leider ein bisschen zuwenig Spannung. Ich hoffe auf eine Fortsetzung mit etwas tiefgründigerer Story, aber wieder ohne Verschwörungstheorie, was ein echter Pluspunkt war.


Punkte:


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